Seit vielen Jahren treffen sich die Senioren der Gemeinde Nordost mehr oder weniger regelmäßig einmal im Monat zu einem Seniorennachmittag.
Liebe Hände aus der Gemeinde backen hierfür Kuchen, die Seniorenbeauftragten der Gemeinde schmücken den Gemeindesaal und führen durch den Nachmittag.
Das letzte Seniorentreffen im März stand ganz im Zeichen der Passionswoche. Nach der Stärkung mit Kaffee und Kuchen und einigen schönen Gesprächen ging es gemeinsam auf eine kleine „kulinarische Reise“ in die Passionszeit.
Das Passahfest wird traditionell mit ungesäuertem Brot gefeiert. Eine Besonderheit, die in der Geschichte des Auszuges des Volkes Israel aus der Sklaverei Ägyptens begründet ist. Aber wie schmeckt das eigentlich und warum muss es innerhalb 18 Minuten verarbeitet werden? Was ist ein Sederteller und warum isst man in der jüdischen Tradition auch heute noch zum Pessachfest einen Süßteig zusammen mit Petersilie oder Meerrettich?
In zwei Gruppen aufgeteilt näherten sich die Senioren all diesen Fragen. Eine Gruppe fertigte nach historischem Rezept den Brotteig und backte die Fladen in Ermangelung einer Feuerstelle ersatzweise auf einem Raclettgrill aus, während die andere Gruppe sich an die Herstellung der Sederteller machte. Unter den Erklärungen des Vorstehers zu den einzelnen Elementen des Sedertellers und deren Symbolik wurde dann gemeinsam das Geschaffene verkostet.
Da der Sederteller insgesamt an die bittere Leidenszeit der Israeliten in Ägypten erinnern soll, brauchte es auch ein wenig Überwindung das Eine oder Andere zu probieren. Willkommener waren da schon die 4 Becher Wein oder ersatzweise Traubensaft als Erinnerung an die 4 Gottesverheißungen damaliger Zeit, als Gott das Volk Israel herausgeführt, errettet, erlöst und zu seinem Volk erhoben hat.
Ein schöner Nachmittag im Kreis der Senioren ging schließlich mit der Gewissheit zu Ende, dass man sich in den nächsten Gottesdiensten der Passionswoche hier und da auch an ein besonderes Geschmackserlebnis erinnern wird.