Am Sonntag, den 25. Oktober 2020, feierte die Gemeinde Karlsruhe-Süd miteinander Gottesdienst, in dem auch ein Kindlein, Tamino, getauft wurde. Corona-bedingt war die Zahl der Gottesdienstteilnehmer limitiert. Für diejenigen, die nicht kommen konnten, wurde der Gottesdienst per Livestream übertragen und konnte zuhause mitgefeiert werden.
Dem Gottesdienst lagen Worte Jesu zugrunde, wie sie im Lukasevangelium Kapitel 10, Vers 20 überliefert sind: „Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“
Ich bete an die Macht der Liebe …
mit diesem bekannten Lied leitete ein Celloquartett Taminos Taufe ein. Der Gemeindevorsteher, Hirte Kay Harz, griff den Gedanken aus dem Lied auf und betonte in seiner Ansprache an die Eltern des Täuflings, dass Kinder eine Gabe Gottes und Ausdruck seiner Liebe seien. Gott habe auch Tamino das Leben geschenkt und man könne an den Augen der Eltern ablesen, wie sehr sie sich über diese Gabe freuten und von Herzen dankbar seien. Mit einer Gabe, die Gott schenkt, sei auch immer eine Aufgabe verbunden. Gott habe das Kindlein der Verantwortung der Eltern anvertraut. Der Gemeindevorsteher sprach davon, wie wichtig es sei, dass die Eltern ihrem Kind ganz viel Liebe und Geborgenheit schenken. Er verwies dabei auf einen Sinnspruch des Schriftstellers Jean Paul: „Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten.“ Er ermunterte die Eltern dazu, ihr Kind aber auch mit der Liebe Gottes bekannt zu machen, jeden Tag mit ihm zu beten und mit ihrem Kind die Gottesdienste zu besuchen. So schafften die Eltern die Grundlage, dass ihr Kind später selbst sein Leben als mündiger und überzeugter neuapostolischer Christ nach den Grundwerten des Evangeliums führen könne. „Begleitet euer Kind auf diesem Weg“, bat Hirte Harz die Eltern. Heute nun dürfe Tamino getauft werden und damit werde auch „sein Name im Himmel geschrieben“ (Lukas 10,20). Anschließend empfing Tamino das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und den Taufsegen.
Der Gottesdienst wurde durch Orgel und Streichorchester musikalisch feierlich mitgestaltet. Mit dem Lied „Wohl mir, dass ich Jesum habe“, setzte das Streichorchester den Schlusspunkt am Ende des Gottesdienstes.
Leider war es wegen Corona nicht möglich, dass die Gottesdienstteilnehmer den Eltern mit ihrem Kindlein persönlich ihre Glückwünsche aussprechen. Aber auch ein freundliches Zuwinken beim Vorbeigehen in einigen Metern Abstand zeigte die herzliche Verbundenheit mit den dreien.