Am Sonntag, 20. Juli 2025, wurden Bezirksältester i.R. Reinhard Wildermuth und seine Frau Petra im Anschluss an den Gottesdienst aus der Gemeinde Karlsruhe-Süd verabschiedet.
Dem Gottesdienst, den der Gemeindevorsteher Priester Friedhelm Haffelder durchführte, lag ein Wort aus Jesaja 43, aus Versen 1 und 5 zugrunde – das gleiche Bibelwort, das Bezirksapostel Ehrich eine Woche zuvor beim Festgottesdienst zum Süddeutschen Jugendtag verwendet hatte: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! [...] So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir."
Das ermutigende Motto des Jugendtags „Ich bin bei dir“ sei – so Priester Haffelder – eine göttliche Zusage, die allen Glaubenden gelte. In seiner Predigt griff er einen Gedanken aus dem Jesaja-Wort auf: „Fürchte dich nicht“. Er sprach über verschiedene Lebenssituationen, die Furcht auslösen können. Doch Gott wolle uns helfen, diese zu überwinden. Ein wirksames Mittel dazu sei das Gebet. Wenn wir die Hände zum Gebet falten, sei das so, als wenn wir die Hand Gottes in unsere Hände nehmen, um gemeinsam mit ihm durchs Leben zu gehen.
Diakon Bickel, der auch am Jugendtag teilgenommen hatte, wurde zu einem Predigtbeitrag an den Altar gerufen. Er erinnerte an den Aufruf des Bezirksapostels, die Freude und Begeisterung aus dem Jugendtag in die Gemeinden hineinzutragen.“
Ein Abschied nach 40 Jahren
Nach dem Gottesdienst war es dann soweit: Der Gemeindevorsteher verabschiedete Reinhard und Petra Wildermuth und blickte dabei auf ihren jahrzehntelangen Einsatz in der Kirche zurück. Vor über 40 Jahren seien die beiden aus Württemberg nach Baden, in den Raum Karlsruhe, gezogen. Nun würden sie dorthin zurückkehren, wo ihre Wurzeln liegen und sie auch familiär verbunden seien. Diese Entscheidung, so Priester Haffelder, sei nachvollziehbar aber dennoch stehe heute beim Abschied Wehmut in den Herzen der Gemeinde.
Bezirksältester Reinhard Wildermuth habe bis zu seiner Ruhesetzung im Jahr 2021 rund drei Jahrzehnte als Gemeinde- und Bezirksvorsteher leitende Aufgaben in der Kirche wahrgenommen und dabei viele prägende und positive Impulse gesetzt. Schwester Wildermuth habe sich nahezu 16 Jahre als Lehrkraft in der Sonntagsschule und im Konfirmandenunterricht engagiert. Beide hätten mit großem Einsatz und viel Liebe einen bedeutenden Teil ihrer Lebenszeit der Kirche gewidmet und dabei manches persönliche Interesse zurückgestellt.
Priester Haffelder fasst es zusammen mit den Worten: „Wenn Ihr nun in eure alte Heimat zurückkehrt, bleiben drei Dinge: die Spuren, die Ihr hinterlassen habt; die Herzensverbindungen, die gewachsen sind; und unser gemeinsamer Wunsch, dass der Herr bald wiederkommen möge.“
Als Zeichen des Dankes und der Verbundenheit überreichte der Gemeindevorsteher den Geschwistern ein junges Apfelbäumchen mit dem Wunsch, sie mögen es an ihrem neuen Zuhause einpflanzen und bei jeder Blüte und jeder Frucht, die wächst, an ihre Gemeinde Süd zurückdenken. Er verband damit die herzlichsten Segenswünsche für eine glückliche und zufriedene Zukunft in ihrer neuen (alten) Heimat.
Musikalischer Segensgruß
Den musikalischen Ausklang der Verabschiedung bildete ein bewegendes Chorlied nach einem irischen Segenswunsch: „Mögen sich die Wege vor euren Füßen ebnen“.
Im Anschluss nutzten viele Gemeindemitglieder noch die Gelegenheit, sich von den Geschwistern Wildermuth herzlich zu verabschieden und ihnen ihre persönlichen Segenswünsche mitzugeben.