„Ja zu Gott – Ja zum Nächsten – Ja zu sich selbst“. Am Samstag, den 11. Oktober 2025, besuchte Stammapostelhelfer Helge Mutschler die Gemeinde Karlsruhe-Süd und leitete dort einen Gottesdienst. Er wurde begleitet von Bezirksapostel Ehrich. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Gemeinden Ettlingen, Loffenau, Malsch, Nordost und Weiherfeld eingeladen.
Seit Bekanntwerden des Besuchs war in der Gemeinde eine große Vorfreude zu spüren. Viele Gläubige waren an diesem Abend gekommen, um den besonderen Gottesdienst mitzuerleben – die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Vom ersten Augenblick an herrschte eine stille, geheiligte Atmosphäre.
Bereits zu Beginn seiner Predigt brachte Stammapostelhelfer Mutschler seine große Freude über die erlebte Gemeinschaft im Gebet und im Gesang zum Ausdruck. Dem Gottesdienst lagen Worte Jesu aus der Bergpredigt zugrunde - Matthäus 5, 37: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein.“
Zum historischen Hintergrund dieser Worte erklärte er, dass in der damaligen Zeit Schwüre und Versprechen oft an Verbindlichkeit verloren hätten. Jesus aber habe klar gemacht: Wahrhaftigkeit braucht keine Schwüre. Ein einfaches, klares „Ja“ oder „Nein“ genüge.
Gott sagt Ja zum Menschen
Das vorgelesene Bibelwort sei nicht als moralische Aufforderung zu verstehen, sondern sei zunächst der Blick auf Gott selbst, dieser sage „ja“ zu den Menschen und zu seinen Verheißungen. Das „JA“ stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes und es wurden viele Beispiele aufgezeigt, bei denen sich ein wahrer Christ mit einem klaren „Ja“ dazu bekennen müsse. Es wurden aber auch andere Beispiele gezeigt, bei denen ein Nachfolger Christi „Nein“ sagen solle.
Der Stammapostelhelfer ging auch auf die Trauer ein, die in der Gemeinde eingekehrt ist. Besonders an alle, die jetzt in Trauer und Not seien und in den letzten Wochen und Monaten viel geweint hätten, richtete er aufrichtige Trostworte.
Wortbeitrag und Schlussgedanken
In seinem Predigtbeitrag dankte Bezirksapostel Ehrich dem Stammapostelhelfer für die klare und Mut machende Botschaft. Es gelte, ohne Kompromisse Ja zu Christus zu sagen und allen Kräften, die uns davon abhalten wollen, ein klares Nein entgegenzusetzen.
Anschließend leitete der Stammapostelhelfer zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes über, in dem die Gemeinde gemeinsam bete, Sündenvergebung erfahre und Heiliges Abendmahl feiere. Er verwies auf die verschiedenen „Amen“, welche die Gemeinde im Gottesdienst spreche. „Amen – das ist unser Ja zu Gott“, so Stammapostelhelfer Mutschler. Er lud ein, dem HERRN diese „Amen“ ganz bewusst zu sprechen.
Im Anschluss feierte die Gemeinde Heiliges Abendmahl als ein Bekenntnis ihrer Dankbarkeit und ihres Ja zu Jesus Christus. Damit endete ein ergreifender Gottesdienst in dankbarer Atmosphäre.
Musikalisch wurde der Gottesdienst eindrucksvoll gestaltet: Chor- und Sologesang berührten die Herzen der Gottesdienstteilnehmer, ein Klavier- und Querflötenduett schuf stimmungsvolle Momente, gefühlvolle Orgelklänge sowie der gemeinsame Gesang der Gemeinde trugen zur würdigen Stimmung bei.