Am Sonntag, den 11. Juli 2021 führte Apostel Martin Rheinberger einen Gottesdienst in der Kirche Karlsruhe-Mitte durch und versiegelte darin drei Kinder. Es waren die Gemeinden Karlsruhe-Nordost und Malsch eingeladen.
Aufgrund der strengen Abstandsregeln und der limitierten Gesamtzahl der Gottesdienstteilnehmer müssen in manchen Gemeinden zwei Gottesdienste an einem Sonntag durchgeführt werden. So wurde am Sonntag, den 11. Juli in der Kirche Karlsruhe-Mitte zunächst um 9 Uhr der Gottesdienst für die Gemeinden Karlsruhe-Mitte und -Durlach gefeiert. Um 11 Uhr fand ein weiterer Gottesdienst in dieser Kirche statt, er wurde von Apostel Martin Rheinberger durchgeführt. Dazu waren die Gemeinden Karlsruhe-Nordost und Malsch eingeladen. In diesem Gottesdienst wurden drei Kinder versiegelt, sie kamen aus den Gemeinden Karlsruhe-Mitte, -West und -Nordost.
Zu Beginn dieser Handlung desinfizierte sich der Apostel die Hände und nahm das sofort als Bezug für die Ansprache: „Wir waschen uns jetzt oft die Hände, diese kleinen Kinder muss man auch oft reinigen, baden oder duschen. Wir achten auf die Reinheit unserer Haut. Das gilt aber auch für unsere Seele, sie soll rein sein, sie bedarf immer wieder der Reinigung“ und er fügte hinzu: „Gott, der Herr, er bezieht ‚Wohnung‘ in euch und da kommt er bestimmt nicht mit Möbeln, sondern er will in der Seele wohnen, und das nicht nur am Sonntag, sondern er ist die ganze Woche bei euch; er soll Maßstab für euer Leben und für eure Erziehung sein“. Danach spendete er das Sakrament der Heiligen Versiegelung und beglückwünschte die drei Elternpaare zu ihrem Gottesgeschenk.
Der Apostel legte dem Gottesdienst ein Bibelwort zugrunde aus dem Lukasevangelium 10, Vers 33, wo es heißt: „Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin, und als er ihn sah, jammerte es ihn“. Der Apostel ging auf die Begebenheit ein, bei der Jesus die Geschichte vom barmherzigen Samariter erzählte. Ein Gesetzeslehrer stellte Jesus zwei Fragen. Die erste: wie ererbe ich das ewige Leben? Und die zweite: wer ist denn mein Nächster? Der Apostel beantwortete beide Fragen, übertragen auf die heutige Zeit, für die Zuhörer sehr genau und zählte etliche Beispiele aus dem täglichen Leben auf, wie man seinem Nächsten in Barmherzigkeit begegnen kann. Er erinnerte an die in Matthäus 25 beschriebenen Hinweise zum Weltgericht, wo es am Ende heißt: „Was ihr einem von meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan“ (Matth. 25, 40).
Gemeindeevangelist Joachim Schweigert, Vorsteher der Gemeinde Gaggenau, wurde um einen Predigtbeitrag gebeten. Er zeigte an einigen Beispielen die Barmherzigkeit Jesu auf und appellierte an die Hilfsbereitschaft der Glaubensgeschwister: „..es muss uns ein Bedürfnis sein, zu helfen“.
Als Einleitung für die Predigt und am Schluss sang auf der Empore ein speziell für diesen Gottesdienst zusammengestellter Chor mit wenigen ausgewählten Sängern, denn aufgrund der Corona-Beschränkungen konnte kein regulärer Chor eingesetzt werden. Die wenigen Stimmen erfüllten jedoch den großen Raum mit der hohen Kuppel erstaunlich gut.
Zu Beginn hat das Streichorchester der Gemeinde Karlsruhe-Nordost auf den Gottesdienst vorbereitet.