Ein besonderes Fest erlebte die Gemeinde Karlsruhe-West am ersten Augustsonntag: Bischof Jörg Vester besuchte die Gemeinde und hielt den Gottesdienst, in dem er auch zwei Ehepaaren den Segen zur Silberhochzeit nach 25 Ehejahren spendete.
Für die Predigt im Gottesdienst verwendete der Bischof ein Bibelwort aus der Begegnung Jesu mit der Frau aus Samarien am Brunnen: „Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!“ (Johannes 4, 28,29).
Nachdem der Bischof die Begebenheit erläutert hatte, aus der die beiden Bibelverse stammen, sagte er, die Samariterin sei ein Vorbild für uns alle. Sie habe den Mut gehabt, die gute Botschaft weiterzugeben, dass sie Christus erkannt habe und er das „lebendige Wasser“ geben könne. Bezugnehmend auf den Liedvers „Boten, die der Herr erkoren, künden heute Fried und Ruh, tragen allen, die verloren, wieder Gottes Botschaft zu“ aus dem zu Beginn des Gottesdienstes gesungenen Lied „Eine Botschaft voll Erbarmen“, gab der Bischof der Gemeinde mit auf den Weg, Boten des Evangeliums zu sein. Dies bedeute, sich in der Gegenwart am Evangelium zu orientieren, das Evangelium in Wort und Tat zu leben, aber auch auf die Zukunft, die Wiederkunft Jesu Christi, ausgerichtet zu sein.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat Bischof Vester zwei Ehepaare, Delicia und Michael Hofmann sowie Sandra und Andreas Ringle, die um den Segen zu ihrer Silberhochzeit gebeten hatten, an den Altar. In seiner Ansprache vor der Segensspendung erwähnte der Bischof, dass sich beide Ehepaare in den vergangenen Jahren auf Gott verlassen haben und so erleben durften, dass der liebe Gott oft zur rechten Zeit eine Tür geöffnet hat. Den Rat, sich weiterhin auf Gott zu verlassen und ihm zu vertrauen, gab der Bischof den Eheleuten auch für ihre weitere gemeinsame Zeit mit auf den Weg und widmete ihnen das Bibelwort: „So bedenkt […], dass alle, die auf Gott vertrauen, nicht unterliegen werden“ (1. Makk 2, 61). Gemeinsam sollten sie dankbar auf 25 Jahre Lebens- und Glaubensweg zurückblicken und mit Gottes Segen zuversichtlich in die Zukunft schauen.
Nach der Segensspendung, dem Schlussgebet und dem Schlusssegen endete der Gottesdienst an diesem sonnigen Sonntagmorgen mit einem von der Gemeinde gesungenen Lied.